23. April 2026

Puschkin trifft Puppentheater

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„Pique Dame“ trifft Puschkin – wenn Sprache zu Theater wird

Wie lebendig Literatur werden kann, zeigte sich bei einem besonderen Ausflug einer kleinen Gruppe unserer Russischkurse: Zum Abschluss der Unterrichtseinheit über Alexander Puschkin und die Romantik ging es ins Hermannshoftheater nach Wistedt. Dort stand das Puppentheater „Pique Dame“ auf dem Spielplan – ein Stück, das Puschkins zeitlose Erzählung mit kunstvoller Bühnenmagie verband.

Im Russischunterricht hatten sich die Klassen zuvor intensiv mit Puschkins Leben, seiner Sprache und seinen Erzählmotiven beschäftigt. Die Aufführung bot nun die Möglichkeit, seine Werke auf eine neue, kreative Weise zu entdecken. Durch das Zusammenspiel von Musik, Licht, Figuren und Sprache wurde die dunkle Atmosphäre der Geschichte eindrucksvoll lebendig.

Figuren aus Holz und Stoff erzählten plötzlich mit lebendigen Stimmen von Leidenschaft, Schicksal und Spiel – Themen, die Puschkin vor fast zweihundert Jahren aufgeschrieben hatte und die heute noch faszinieren.

Für die Schülerinnen war dieser Theaterbesuch mehr als eine Exkursion, er wurde zu einem Erlebnis, das zeigte, wie eng Kunstformen miteinander verbunden sind. Sprache verwandelte sich in Emotion, Literatur wurde zu Theater, und das Puppenspiel eröffnete neue Zugänge zu russischer Kultur. So wurde der Abschluss der literarischen Epoche zu einem Moment, in dem Lernen, Staunen und Kunst auf wunderbare Weise zusammenfanden. 

Sandra Vichniakova (Russischlehrerin)