Smiley e.V. in der IGS Zeven

Kurz nach Beginn des neuen Schuljahres gab es für die Eltern des neuen 5. Jahrgangs der IGS Zeven bereits den ersten Elternabend. Als Referent war Ralf Willius vom Verein smiley e.V. aus Hannover zu Gast. Smiley e.V. setzt sich als gemeinnütziger Verein seit vielen Jahren für die Förderung der Medienkompetenz ein. Möglich gemacht wurde der Vortrag an der IGS durch den Schulförderverein, dem ein großes Dankeschön gilt. Von Frau Stratmann-Egbers, die den Förderverein an diesem Abend vertrat, erhielten die Eltern zunächst einige Informationen über die Arbeit des Vereins und sie warb gleichzeitig bei den Eltern um Unterstützung. Denn über neue Mitglieder freut sich der Verein sehr, um weiterhin das Schulleben so aktiv fördern zu können.  

Anschließend gab Ralf Willius den Eltern während seines Vortrags Einblicke in das online-Leben von Schülerinnen und Schülern. Hausaufgaben, Verabredungen und Schulthemen würden heute fast ausschließlich online ausgetauscht. Der Messenger sei wie ein zweiter Schulhof, so Willius, der rund um die Uhr zugänglich sei. 500 neue Nachrichten vor dem Frühstück kämen durchaus vor, wie Willius aus zahlreichen Klassenworkshops zu berichten wusste. In der 5. Klasse gehöre ein Handy nahezu zur Grundausstattung. Wer darüber nicht verfügt, könne schnell ins Abseits geraten und Vieles nicht mitbekommen. Doch diese Art der Kommunikation birgt auch Risiken, auf die er aufmerksam machte und die Eltern aufforderte, ihre Kinder damit nicht alleine zu lassen. So käme „das Posten krasser Beiträge, Fotos oder Videos“ als Mutprobe oder um auf sich aufmerksam zu machen immer wieder vor. Konflikte, die sich zum Beispiel noch offline in der Schule anbahnten, könnten im Netz schnell eskalieren und dann plötzlich eine ganze Klasse betreffen. Eltern und Schule seien hier aufgefordert, hinzuschauen und Regeln für den Umgang mit dem Handy aufzustellen. Es sei sinnvoll und lohne sich für Eltern, sich zu informieren, was die Kinder nutzen und wofür sie sich interessieren. Auch Gespräche mit den Kindern, welche Gefahren es im Netz gibt, seien wichtig, damit sie sich im Internet sicher bewegen können. Eine wohlwollende Begleitung der Kinder durch die Eltern trage dazu bei, dass diese bei Problemen auch zu ihnen kommen und nicht aus Angst vor Ärger oder sogar Handyverbot diese lieber für sich behielten, riet Willius. Die „eine“ Lösung zum Umgang mit dem Handy gäbe es nicht, erklärte der Referent. Kinder und Jugendliche brauchen Begleiter und Ansprechpartner, die ihnen zum Thema „Mediennutzung“ zur Verfügung stehen und idealerweise auch ein Vorbild sind.

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